Internationale Partnersuche

Jemanden zu lieben, der woanders lebt, ist dreierlei zugleich: eine Beziehung, eine Entfernung und eine Verwaltung. Zuerst das, was in allen Ländern gilt — dann das Land der anderen Person, eines nach dem anderen. Und, um das alles einzuordnen: wo man sich im deutschsprachigen Raum tatsächlich kennenlernt, und woher die ausländischen Ehepartner kommen.

Illustration: Internationale Partnersuche

Wie weit sind Sie voneinander entfernt? Und in welchem Rahmen?

Geben Sie an, wo jeder von Ihnen lebt: Das Werkzeug nennt die Entfernung in Luftlinie, die Dauer eines Direktflugs, den Zeitunterschied von heute — und, wenn Sie nicht im selben Land leben, die Anhaltspunkte, die für ein Paar zählen (Sprachen, Mehrheitsreligionen, Währung, Vorwahl), mit den Seiten beider Länder und dem Vergleich Thema für Thema. Alles wird in Ihrem Browser berechnet; nichts wird gesendet.

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Die Seiten dieses Bereichs

Werbung und Schönheit in anderen Kulturen

Dreißig geprüfte Bräuche mit Fotos: was andere Kulturen schön finden, wie man dort wirbt, und was diese Sitten mit unseren gemeinsam haben.

Fernbeziehung

Funktioniert besser als ihr Ruf — unter bestimmten Bedingungen.

Was überall gilt

Paare, die in verschiedenen Ländern leben, stoßen auf dieselben sieben Fragen, in derselben Reihenfolge, gleich um welches Land es geht. Die Antworten ändern sich, die Fragen nicht.

1. Die EntfernungSie wird durch einen Rhythmus bewältigt, nicht durch guten Willen: regelmäßige Gespräche, eine akzeptierte Zeitverschiebung und vor allem ein stets festgelegter Termin für das nächste Treffen. Siehe die Fernbeziehung.
2. Die AsymmetrieWo sie besteht — Einkommen, Pass, Bewegungsfreiheit —, wirkt sie auf alles, von der ersten Nachricht bis zu den Erwartungen der Familie. Das ist kein Urteil, sondern eine Tatsache, die man früh benennen sollte.
3. Die FamilieIn weiten Teilen der Welt verbindet eine Ehe zwei Familien und nicht zwei Einzelpersonen. Den Eltern vorgestellt zu werden, ist dort keine Formsache, sondern der entscheidende Schritt.
4. Das BesuchsvisumDie andere Person zu besuchen, ist fast immer einfach. Sie zu sich zu holen, viel weniger — ein Touristenvisum wird häufig verweigert, wenn die Behörde eine Bleibeabsicht vermutet.
5. Die EheschließungHeiraten ist fast überall einfach. Die Ehe zu Hause anerkennen zu lassen, ist es nicht, wenn der vorgelagerte Schritt übersprungen wurde — siehe unten.
6. Der ZuzugDie Ehe begründet nie ein Einreiserecht. Es folgt ein eigener Antrag, mit Bedingungen zu Einkommen, Wohnraum und mitunter Sprache.
7. Das VertrauenLiebesbetrug wird aus jedem Land betrieben, auch aus Ihrem. Die Warnzeichen sind überall dieselben: siehe Betrug erkennen und melden.

Die Regel, von der alles Weitere abhängt

Fast jedes Land verlangt vor der Trauung ein Dokument, das bescheinigt, dass nach seinem Recht nichts der Ehe entgegensteht: Ehefähigkeitszeugnis, Bescheinigung über die Ehefähigkeit, Nichtehehindernisbescheinigung, je nach Bezeichnung. Holen Sie es vor der Heirat ein. Mit ihm dauert die Eintragung zu Hause Wochen bis Monate; ohne es beginnt eine Prüfung, die Jahre dauert — und in der Ihre Ehepartnerin oder Ihr Ehepartner in der Regel kein Visum erhält. Die Ehe bleibt gültig; blockiert ist ihre Anerkennung.

Das Recht Ihres Landes folgt Ihnen

Das Land zu verlassen, schützt vor nichts. Bei Sexualstraftaten an Minderjährigen verzichten nahezu alle Staaten auf die beiderseitige Strafbarkeit und auf jede Anzeige der betroffenen Person: Sie können zu Hause verfolgt und verurteilt werden, gleich was das örtliche Recht sagt und wie die Behörden vor Ort handeln. Es gibt kein Reiseziel, an dem das geduldet würde — siehe Sexualstraftaten im Ausland.

Sechs Dinge, die vor der Buchung zu prüfen sind

Zwei Länder, zwei Rechte

Eine im Ausland oder mit einem Ausländer geschlossene Ehe, das auf das Vermögen des Paares anwendbare Recht, Kinder mit zwei Staatsangehörigkeiten, ein Nachlass über zwei Länder: Die Seite Das internationale Paar versammelt die gemeinsamen Regeln und erklärt die Haager Übereinkommen.

Kennenlernen im deutschsprachigen Raum

Wo Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tatsächlich jemanden kennenlernen, über welche Wege — und aus welchen Ländern die ausländischen Ehepartner kommen.

Wo Paare sich kennenlernen

Die Erhebungen widersprechen sich in der Reihenfolge, nicht im Bild. Je nach Studie liegt das Online-Dating inzwischen auf Platz eins oder knapp hinter dem Freundeskreis: Die ElitePartner-Studie meldet eine Trendwende, bei der der digitale Erstkontakt den Bekanntenkreis überholt hat, während andere Umfragen weiterhin gut ein Viertel der Paare über Freunde zusammenkommen sehen. Beide Zahlen zusammen ergeben dieselbe Aussage: Diese zwei Wege machen rund die Hälfte aller neuen Beziehungen aus, alles Weitere verteilt sich.

Über Freunde und BekannteGut ein Viertel der Paare. Der stabilste Weg, weil jemand für beide Seiten einstehen kann.
OnlineEtwa jede dritte neue Beziehung beginnt mit einem digitalen Erstkontakt. Rund 53 % der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland haben schon einmal einen Dating-Dienst ausprobiert.
Beim AusgehenEtwa 16 % — Club, Bar, Feier. Der Weg, der am stärksten vom Alter abhängt.
Bei der ArbeitRund 11 %, deutlich weniger als der Ruf es will.
Hobby und VereinEtwa jede zehnte Person. Der Weg mit der besten Trefferquote pro investierter Stunde, weil man sich regelmäßig wiedersieht.
Schule, Studium, AusbildungRund 9 %, und fast nur in einer bestimmten Lebensphase.

Größenordnungen aus Bevölkerungsumfragen, nicht aus einem Melderegister: Die Anteile schwanken je nach Erhebung um einige Punkte. Siehe die Quellen am Ende der Seite.

Die Wege im Einzelnen

Portale und Apps

Der deutschsprachige Markt hat zwei getrennte Hälften: die internationalen Swipe-Apps auf der einen Seite, die Abo-Portale mit Fragebogen — Parship, ElitePartner, LoveScout24 — auf der anderen. Letztere sind älter, teurer und älter im Publikum. Was sie kosten und wie man kündigt, steht auf Dating-Seiten und Apps.

Klassische Partnervermittlung

Neben den Portalen gibt es weiterhin Vermittlungsagenturen mit persönlicher Beratung, oft im gehobenen Preissegment und häufig mit Verträgen über mehrere tausend Euro. Zwei Punkte sind entscheidend, bevor unterschrieben wird: die Vergütung ist nicht einklagbar, wenn die Vermittlung nicht erbracht wurde (§ 656 BGB behandelt den Ehemäklerlohn als unvollkommene Verbindlichkeit), und ein im Fernabsatz oder an der Haustür geschlossener Vertrag unterliegt dem Widerrufsrecht. Bei Vorkasse über den gesamten Vertragszeitraum ist Vorsicht geboten.

Verein, Ehrenamt, Sport

Der am meisten unterschätzte Weg, und der einzige, der nichts kostet. Er funktioniert aus demselben Grund wie der Freundeskreis: Wiederholung. Siehe im echten Leben kennenlernen.

Urlaub und Auslandsaufenthalt

Ein erheblicher Teil der binationalen Paare beginnt im Urlaub oder bei einem längeren Aufenthalt im Ausland — Studium, Entsendung, Freiwilligendienst. Das ist die Vorgeschichte der meisten Fälle, die später beim Standesamt und bei der Ausländerbehörde landen. Was dann kommt, steht unter internationale Partnersuche.

Woher die ausländischen Ehepartner kommen

Rund 86 % der Eheschließungen in Deutschland finden zwischen zwei deutschen Staatsangehörigen statt. Bei etwa 11 % ist eine Person deutsch und die andere ausländisch, bei rund 3 % sind es zwei ausländische Staatsangehörige. Anders gesagt: Jede neunte Ehe in Deutschland ist binational, und das seit Jahrzehnten mit steigender Tendenz.

Insgesamt am häufigstenTürkei, Italien, Polen.
Ausländische Ehefrauen deutscher MännerNach der häufigsten Gruppe folgen Polen (rund 9 %) und die Russische Föderation (rund 8 %).
Ausländische Ehemänner deutscher FrauenItalien (rund 12 %) und Österreich (rund 7 %) stehen weit vorn.
Stark einseitige FälleBei Eheschließungen mit Thailand und den Philippinen ist die ausländische Person fast immer die Frau — über 95 % der Fälle.

Die Liste hat drei Quellen, die sich überlagern: die Einwanderungsgeschichte (Türkei, Italien, Polen), die Nachbarschaft und die Freizügigkeit innerhalb der EU (Österreich, Polen, Italien, Rumänien) und die Fernbeziehungen, die im Urlaub oder online beginnen (Thailand, Philippinen, Brasilien, Russische Föderation, Ukraine).

Vermittlung ins Ausland: worauf zu achten ist

Agenturen, die gezielt Frauen aus Thailand, den Philippinen, der Ukraine oder Osteuropa vermitteln, bewegen sich in einem Feld, in dem Beratungsstellen seit Jahren vor Abhängigkeit und Menschenhandel warnen. Die Warnzeichen sind konkret: Vorkasse für „Kontaktpakete“, Reisen, die die Agentur organisiert und abrechnet, Frauen, die den Vertrag nicht selbst unterschrieben haben, und jede Formulierung, die Menschen wie ein Angebot beschreibt. Eine Ehe, die auf einer aufenthaltsrechtlichen Abhängigkeit beruht, ist für die zuziehende Person gefährlich — sie bleibt in den ersten Jahren an das Bestehen der Ehe gebunden. Siehe häusliche Gewalt und Liebesbetrug.

Was nach dem Kennenlernen kommt

Bei einer binationalen Beziehung folgt fast immer dieselbe Kette, und sie beginnt früher, als die meisten denken: Ehefähigkeitszeugnis oder Befreiung, dann Ehegattennachzug mit seinen Sprach- und Einkommensanforderungen. Die Einzelheiten stehen auf den Länderseiten weiter unten und in standesamtliche Hochzeit.

Quellen

Land für Land

Jede Seite unten beschreibt, was eine Beziehung mit jemandem, der dort lebt, tatsächlich bedeutet: Einreise, Heirat und Anerkennung der Ehe, Anreise und Kosten, Bräuche und Familie sowie die landesspezifischen Punkte — mit allen Links dieser Website zu diesem Land an einer Stelle.

Deutschsprachiger Raum

Deutschland

Heiraten ist unkompliziert. Das Ehefähigkeitszeugnis der anderen Person und das Visum sind es nicht.

Österreich

Ein klar geregeltes Verfahren, und eine Quote beim Familiennachzug, die den Zeitplan bestimmt.

Schweiz

Ein Anspruch auf Aufenthalt für die Ehepartnerin oder den Ehepartner einer Schweizer Person — und sechsundzwanzig Kantone, die unterschiedlich arbeiten.

Luxemburg

Die Aufenthaltserlaubnis wird vor der Einreise erteilt, nie danach. Das ist der häufigste Fehler.

Liechtenstein

Ein sehr kleines Land mit knappem Wohnraum und einem Zuzug, der zahlenmäßig begrenzt ist.

Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft)

Deutschsprachig verwaltet, belgisches Recht — und eine Gemeinde, die fast alles entscheidet.

Italien (Südtirol)

Italienisches Recht, deutschsprachige Verwaltung, und eine kirchliche Trauung, die hier unmittelbar zivilrechtlich wirkt.

Afrika

Namibia

Zwei Hochzeiten, zwei Budgets — und eine Rechtslage für gleichgeschlechtliche Paare, die sich zuletzt bewegt hat.

Zum Weiterlesen

Links zu amtlichen oder maßgeblichen Quellen. Sie öffnen in einem neuen Tab.

Seite geprüft im September 2026. Die genannten Rechtstexte können sich ändern: Im Zweifel bei der genannten amtlichen Quelle bestätigen.

Wo Deutsche häufig jemanden kennenlernen

Polen

Freizügigkeit, kurze Wege, keine Visumfrage. Was bleibt, sind Urkunden — und die Entscheidung, in welchem der beiden Länder geheiratet wird.

Türkei

Das häufigste Herkunftsland ausländischer Ehepartner in Deutschland. Rechtlich einer der einfachsten Fälle — wegen eines Abkommens, das kaum jemand kennt.

Rumänien

Auch hier Freizügigkeit statt Visum. Die Arbeit steckt in den Urkunden und in der Entfernung, nicht im Aufenthaltsrecht.

Ukraine

Ein Land im Krieg. Die üblichen Regeln gelten weiter, aber sie werden von Kriegsrecht, Ausreiseverboten und Reisewarnungen überlagert.

Thailand

Eines der häufigsten Ziele deutscher Fernbeziehungen, und rechtlich eines der langwierigsten. Der Engpass heißt Urkunden.

Philippinen

Der Fall mit der größten juristischen Falle: Die Philippinen kennen keine allgemeine Scheidung. Wer dort schon einmal verheiratet war, kann meist nicht erneut heiraten.

Brasilien

Visumfrei in beide Richtungen, Urkunden mit Apostille, ein Standesamt, das Cartório heißt. Einer der unkomplizierteren Fernfälle.

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