Zeitplan
- 12 Monate vorher: Budget und Gästezahl festlegen, Termin und Location, Standesamt beziehungsweise Zivilstandsamt anfragen.
- 9 Monate: Trauung anmelden beziehungsweise Vorbereitungsverfahren einleiten, Urkunden beschaffen — bei internationalen Paaren früher.
- 6 Monate: Fotografin, Musik, Catering, Kleidung.
- 3 Monate: Einladungen, Ablaufplan, Ringe.
- 1 Monat: Sitzordnung, Zahlen bestätigen, letzte Rücksprachen.
- Danach: Namensänderung, Versicherungen, Steuerklassen beziehungsweise Veranlagung, Testament und Vollmachten aktualisieren.
Budget realistisch aufstellen
Der größte Posten ist fast immer die Bewirtung, und er wächst linear mit der Gästezahl — die Gästeliste ist damit der wirksamste Hebel überhaupt. Kalkulieren Sie zehn bis fünfzehn Prozent Puffer ein; er wird nahezu immer gebraucht. Und prüfen Sie Verträge auf Stornofristen, Mindestabnahmen, Nebenkosten (Korkgeld, Reinigung, Überstunden) und die Zahlungsmodalitäten.
Rechtliches rund um die Feier
- Fotos – Gäste haben ein Recht am eigenen Bild. Wer Bilder ins Netz stellt, braucht deren Einwilligung; sagen Sie das früh an (siehe Recht am eigenen Bild).
- Musik – bei öffentlichen oder halböffentlichen Feiern werden Abgaben an Verwertungsgesellschaften fällig (je nach Land über die zuständige nationale Verwertungsgesellschaft); oft übernimmt das die Location.
- Versicherungen – eine Haftpflicht für die Veranstaltung und, bei teuren Feiern, eine Hochzeitsrücktrittsversicherung können sinnvoll sein.
- Feuerwerk und Lärm – kommunale Vorschriften und Nachtruhe beachten.
Der Rat, den man am häufigsten hört
Von Paaren nach der Hochzeit: weniger Deko, mehr Zeit mit den Gästen. Und: An dem Tag geht etwas schief. Wenn Sie vorher entscheiden, dass das in Ordnung ist, bleibt es eine Anekdote statt einer Krise.
Häufige Fragen
Womit fängt man an?
Mit dem Termin beim Standesamt und mit dem Budget, in dieser Reihenfolge. Alles andere — Ort, Gäste, Kleidung — hängt von beiden ab. Bei einem binationalen Paar kommt ein dritter Punkt an den Anfang: die Beschaffung der ausländischen Urkunden, weil sie am längsten dauert.
Wie viel Vorlauf braucht man?
Für die Formalitäten mehrere Wochen bis Monate, bei Auslandsbezug eher ein halbes Jahr. Für beliebte Termine — Samstage im Frühsommer — buchen Paare Location und Standesamt oft ein Jahr im Voraus. Eine kleine Feier lässt sich dagegen in wenigen Wochen organisieren.
Wo geht das Geld hin?
Bei fast allen Hochzeiten in dieselben drei Posten: Location, Verpflegung und Getränke machen zusammen meist mehr als die Hälfte aus. Fotografie und Kleidung folgen. Wer sparen will, setzt an der Gästezahl an — jeder zusätzliche Gast kostet in allen drei Posten gleichzeitig.
