Welche Verhütung passt zu mir?

Acht Fragen, eine Minute, eine Richtung: die Methoden, die zu Ihrer Lage passen — und die, die nicht infrage kommen.

Es gibt keine beste Verhütung — es gibt die, die in Ihrem Leben hält. Eine theoretisch perfekt sichere Pille ist es nicht mehr, wenn sie dreimal im Monat vergessen wird; eine Spirale, die einer Freundin gut bekommt, muss Ihnen nicht bekommen.

Dieser Fragebogen verschreibt nichts. Er sortiert: Er schließt aus, was in Ihrem Fall nicht geht, und stellt zwei, drei Methoden nach vorn. Entschieden wird dann in der Sprechstunde.

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Die tatsächliche Sicherheit, Methode für Methode

Entscheidend ist nicht die Zahl im Beipackzettel. Beipackzettel geben die Sicherheit bei perfekter Anwendung an: Pille täglich zur selben Zeit, Kondom jedes Mal korrekt angelegt. Die Spalte unten zeigt den tatsächlichen Gebrauch — Schwangerschaften bei hundert Personen in einem Jahr, Vergessen und Pannen eingerechnet. Der Abstand ist erheblich, sobald etwas von Ihnen abhängt: 0,3 % bei perfekter Anwendung der Pille, 7 % im echten Leben.

MethodeSchwangerschaften pro Jahr, tatsächlicher GebrauchDauerHormone
Implantat0,1 %3 Jahreja
Hormonspirale0,1 bis 0,4 %5 bis 8 Jahreja
Vasektomie0,15 %endgültignein
Eileiterverschluss0,5 %endgültignein
Kupferspirale0,8 %5 bis 10 Jahrenein
Dreimonatsspritze4 %3 Monateja
Pille, Pflaster, Ring7 %täglich bis monatlichja
Kondom13 %bei jedem Malnein
Diaphragma mit Spermizid17 %bei jedem Malnein
Coitus interruptus20 %bei jedem Malnein
Femidom21 %bei jedem Malnein
Zyklusbeobachtung2 bis 23 %täglichnein
Keine Methode85 %——

Zwei Lesarten. Erstens: Langzeitmethoden führen die Tabelle an, nicht weil sie besser konstruiert wären, sondern weil sie den menschlichen Fehler aus der Rechnung nehmen. Zweitens: Das Kondom ist die unsicherste der gängigen Methoden und die einzige, die vor Infektionen schützt. Beides stimmt gleichzeitig — deshalb kombinieren viele Paare zwei Methoden.

Die Gegenanzeigen, die wirklich etwas ändern

Die meisten verbreiteten Annahmen über Hormone halten nicht stand. Einige Situationen schließen kombinierte Methoden aber tatsächlich aus — jene mit Östrogen, also Kombipille, Pflaster und Ring: Migräne mit Aura, frühere Thrombose oder Embolie, schlecht eingestellter Bluthochdruck, Rauchen über 35, Brustkrebs, schwere Lebererkrankung und die ersten Wochen nach der Geburt.

Keine davon schließt Verhütung überhaupt aus: Spirale, Implantat und reine Gestagene bleiben verfügbar. Deshalb fragt der Fragebogen zuerst danach.

Was der Fragebogen nicht kann

Er kennt weder Ihren Blutdruck noch Ihre Familiengeschichte noch Ihre Medikamente — manche Antiepileptika und manche Antibiotika schwächen hormonelle Verhütung. Auch die Kosten kennt er nicht: Was Sie zahlen, hängt ganz vom Land ab, manchmal vom Alter. Die Länderseiten unter Verhütung haben die Einzelheiten.

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