Für wen
Die Insemination setzt mindestens einen durchgängigen Eileiter und brauchbare Spermien voraus. Damit eignet sie sich bei leichter Einschränkung des Spermiogramms, ungünstigem Zervixschleim, Ejakulationsstörungen, unerklärter Unfruchtbarkeit und bei jedem Weg über eine Samenspende.
Entscheidend ist die Zahl beweglicher Spermien nach Aufbereitung. Unter einer Million sinken die Chancen stark, und es wird direkt zur IVF geraten.
Schritt für Schritt
- Leichte Stimulation: Ziel sind ein bis zwei Follikel, nicht mehr.
- Auslösung: eine Spritze, die Insemination sechsunddreißig Stunden später.
- Aufbereitung: rund eine Stunde. Die Probe wird gewaschen, über einen Gradienten zentrifugiert, nur bewegliche Spermien bleiben. Die Samenflüssigkeit muss weg: unaufbereitet eingespritzt löst sie schmerzhafte Kontraktionen aus.
- Der Eingriff: ein weicher Katheter passiert den Muttermund, die Probe wird in die Höhle gegeben. Zwei bis drei Minuten, ähnlich einem Abstrich.
- Danach: sofort wieder alles erlaubt, auch Sport und Sex. Blutentnahme nach vierzehn Tagen.
Die Zahlen
10 bis 15 % Schwangerschaften pro Versuch unter 35 Jahren, etwa 5 % ab 40. Diese Raten summieren sich über vier bis sechs Zyklen; danach flacht die Kurve ab — weitere Versuche bringen fast nichts und kosten Zeit.
Was wehtut und was nicht
Der Eingriff schmerzt selten; wenn doch, liegt es am Muttermund, und ein anderer Katheter löst das Problem. Leichte Blutungen sind normal. Fieber, zunehmende Schmerzen oder übelriechender Ausfluss gehören abgeklärt: Infektionen sind selten, aber real.
