Die Insemination

Aufbereitete Spermien direkt in die Gebärmutter, zum richtigen Zeitpunkt. Wenige Minuten, keine Narkose — und eine klare Grenze: vier bis sechs Versuche.

Für wen

Die Insemination setzt mindestens einen durchgängigen Eileiter und brauchbare Spermien voraus. Damit eignet sie sich bei leichter Einschränkung des Spermiogramms, ungünstigem Zervixschleim, Ejakulationsstörungen, unerklärter Unfruchtbarkeit und bei jedem Weg über eine Samenspende.

Entscheidend ist die Zahl beweglicher Spermien nach Aufbereitung. Unter einer Million sinken die Chancen stark, und es wird direkt zur IVF geraten.

Schritt für Schritt

Die Zahlen

10 bis 15 % Schwangerschaften pro Versuch unter 35 Jahren, etwa 5 % ab 40. Diese Raten summieren sich über vier bis sechs Zyklen; danach flacht die Kurve ab — weitere Versuche bringen fast nichts und kosten Zeit.

Was wehtut und was nicht

Der Eingriff schmerzt selten; wenn doch, liegt es am Muttermund, und ein anderer Katheter löst das Problem. Leichte Blutungen sind normal. Fieber, zunehmende Schmerzen oder übelriechender Ausfluss gehören abgeklärt: Infektionen sind selten, aber real.

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Häufige Fragen

Muss man danach liegen bleiben?

Nein. Studien zeigen keinen Nutzen über wenige Minuten Bequemlichkeit hinaus.

Ist Sex am selben Tag erlaubt?

Ja, und er ist eher günstig. Nach dem Eingriff muss man sich nicht enthalten.

Wie lange Karenz vor der Probe?

Zwei bis fünf Tage. Kürzer sinkt die Zahl, deutlich länger leidet die Beweglichkeit.

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