Die Rechtsgrundlage
Die Impfung gegen Hepatitis B ist Teil des kostenlosen Kinderimpfprogramms und wird im Sechsfachimpfstoff verabreicht. Das Screening in der Schwangerschaft ist im Mutter-Kind-Pass vorgesehen, und Neugeborene von Trägerinnen erhalten unmittelbar nach der Geburt Impfung und Immunglobulin. Die Behandlung chronischer Verläufe erfolgt über die Krankenversicherung.
Die Impfung ist Teil des kostenlosen Kinderimpfprogramms, und in der Schwangerschaft wird im Rahmen der Vorsorge auf Hepatitis B getestet, damit das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt geschützt werden kann. Für Erwachsene ohne Impfschutz ist die Impfung eine Privatleistung, außer bei beruflicher Indikation.
Die wichtigsten Punkte
| Säuglingsimpfung | Kostenlos im Gratis-Impfprogramm, im Sechsfachimpfstoff |
|---|---|
| Nachholimpfung | Im Schulimpfprogramm und darüber hinaus möglich |
| Schwangerschaft | Screening im Rahmen des Mutter-Kind-Passes |
| Neugeborene von Trägerinnen | Impfung und Immunglobulin sofort nach der Geburt |
| Behandlung | Über die Krankenversicherung, in Spezialambulanzen |
| Prävalenz | Niedrig, höher bei im Ausland Geborenen |
| Test | Bei Hausärztin, Aids Hilfe oder im Krankenhaus |
In der Praxis
- Den Impfstatus bei Unsicherheit über die Antikörper klären lassen.
- Wer in einem Hochprävalenzland geboren wurde, sollte sich testen lassen.
- Haushaltsangehörige einer Trägerin impfen lassen – das ist die wirksamste Einzelmaßnahme.
- Nach einer Exposition innerhalb von 48 Stunden in eine Spitalsambulanz.
Kosten und Übernahme
Die Kinderimpfung ist kostenlos; Test und Behandlung werden von der Krankenversicherung getragen.
Aktuelle Entwicklungen
Das kostenlose Kinderimpfprogramm ist ausgeweitet worden, und das Screening in der Schwangerschaft ist fester Bestandteil der Vorsorge; für Erwachsene bleibt die Nachholimpfung meist Privatleistung.
Anlaufstellen
- Hausarztpraxen und öffentliche Impfstellen.
- Aids Hilfen für Tests auf Hepatitis und HIV.
- Hepatologische Ambulanzen der Universitätskliniken.
Gut zu wissen
Die drei Marker – HBs-Antigen, Anti-HBc und Anti-HBs – müssen gemeinsam gelesen werden. Ein einzelner Wert sagt nicht, ob Sie infiziert, ausgeheilt, geimpft oder empfänglich sind.
Häufige Fragen
Wird in der Schwangerschaft auf Hepatitis B getestet?
Ja, das Screening gehört zum Vorsorgeprogramm. Ist die Mutter positiv, erhält das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt eine Impfung und Immunglobuline; damit wird die Übertragung in den allermeisten Fällen verhindert.
Was bedeutet ein positiver Befund für den Partner?
Der Partner sollte getestet und, wenn er weder geimpft noch immun ist, geimpft werden — die Impfung schützt zuverlässig. Bis der Impfschutz aufgebaut ist, schützen Kondome. Eine chronische Hepatitis B ist kein Grund, eine Beziehung zu beenden: Unter wirksamer Behandlung sinkt die Viruslast stark, und ein geimpfter Partner ist geschützt.
Offizielle Quellen und Links
- Sozialministerium — Empfehlungen und Programme
- Aids Hilfe Wien — kostenlose Tests und Beratung
- oesterreich.gv.at — amtliches Portal für Behördenwege
- Rechtsinformationssystem des Bundes — geltende Rechtsvorschriften
