Die Rechtsgrundlage
Der Abuse of Dependence-Producing Substances and Rehabilitation Centres Act 41 von 1971 stellt Besitz, Anbau und Handel unter Strafe. Der Besitz von Cannabis kann mit Geldstrafe und Freiheitsstrafe geahndet werden; beim Handel oder bei größeren Mengen sind die Strafen erheblich höher.
Anders als im benachbarten Südafrika, wo das Verfassungsgericht den privaten Konsum durch Erwachsene für zulässig erklärt hat, gilt in Namibia weiterhin das vollständige Verbot; eine Verfassungsklage und eine politische Debatte laufen.
Die Behandlung erfolgt über die psychiatrischen Abteilungen der staatlichen Krankenhäuser, insbesondere in Windhoek und Oshakati.
Alkohol ist die mit Abstand bedeutendste Substanz im Land, gefolgt von Cannabis.
Die wichtigsten Punkte
| Hauptgesetz | Abuse of Dependence-Producing Substances and Rehabilitation Centres Act 41 von 1971 |
|---|---|
| Cannabisbesitz | Geld- und Freiheitsstrafe |
| Handel | Erheblich höhere Strafen |
| Unterschied zu Südafrika | Kein privater Erlaubnisraum für Erwachsene |
| Behandlung | Psychiatrische Abteilungen der Staatskrankenhäuser |
In der Praxis
- Die psychiatrische Abteilung des Windhoek Central Hospital ist die wichtigste Anlaufstelle.
- Eine in Südafrika zulässige private Nutzung ist in Namibia strafbar: Die Grenze ändert die Rechtslage vollständig.
- Reisende sollten nichts für andere über die Grenze mitnehmen.
Kosten und Übernahme
Behandlung in staatlichen Einrichtungen zu geringen Kosten. Geldstrafen nach gerichtlicher Festsetzung.
Aktuelle Entwicklungen
Die Debatte über eine Reform des Gesetzes von 1971 dauert an, ohne dass eine Änderung beschlossen wäre.
Anlaufstellen
- Windhoek Central Hospital, psychiatrische Abteilung.
- Oshakati Intermediate Hospital.
- Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste.
- Notruf: 10111.
Gut zu wissen
Die südafrikanische Rechtsprechung zum privaten Cannabiskonsum gilt in Namibia nicht. Wer die Grenze überquert, wechselt vollständig die Rechtsordnung.
Häufige Fragen
Gilt die südafrikanische Regelung auch in Namibia?
Nein. In Namibia bleibt der Besitz strafbar.
Wo findet man Behandlung?
In den psychiatrischen Abteilungen der staatlichen Krankenhäuser, vor allem in Windhoek und Oshakati.
Offizielle Quellen und Links
- UN-Menschenrechtsbüro — ratifizierte Verträge und Länderprüfungen
