HIV und Aids — Italien (Südtirol)

Italienisches System: Behandlung und seit 2023 auch die PrEP sind über den öffentlichen Gesundheitsdienst kostenlos.

Illustration: HIV und Aids — Italien (Südtirol)

Die Rechtsgrundlage

In Südtirol gilt das italienische Gesundheitssystem. Test, Betreuung und antiretrovirale Therapie sind über den öffentlichen Gesundheitsdienst kostenfrei. Italien hat 2023 entschieden, auch die Prophylaxe vor Exposition kostenlos über spezialisierte Zentren abzugeben – ein Einschnitt, nachdem sie zuvor privat bezahlt werden musste. Die Beratung erfolgt in Südtirol auf Deutsch.

Im italienischen System sind Behandlung und seit 2023 auch die PrEP über den öffentlichen Gesundheitsdienst kostenlos. Die Betreuung erfolgt über die infektiologischen Abteilungen, in Südtirol zweisprachig. Tests sind über die Gesundheitssprengel und über Beratungsstellen zugänglich, teilweise anonym.

Die wichtigsten Punkte

TestAnonym und kostenlos beim Sanitätsbetrieb sowie in Vereinsangeboten
SelbsttestsIn Apotheken erhältlich
PrEPSeit 2023 kostenlos über spezialisierte Zentren des öffentlichen Dienstes
PEPIn den Notaufnahmen der Krankenhäuser
BehandlungKostenlos über den nationalen Gesundheitsdienst
SpracheBeratung, Unterlagen und Befunde auf Deutsch
ZentrenDie infektiologischen Dienste der Krankenhäuser betreuen und geben ab

In der Praxis

Kosten und Übernahme

Behandlung, PrEP und Tests sind über den staatlichen Gesundheitsdienst kostenlos oder mit geringem Selbstbehalt verbunden; die Beratung in den Beratungsstellen ist kostenfrei.

Aktuelle Entwicklungen

Seit 2023 ist die PrEP in Italien über den öffentlichen Gesundheitsdienst kostenlos; die Umsetzung erfolgt regional, in Südtirol über die infektiologischen Abteilungen der Krankenhäuser.

Anlaufstellen

Gut zu wissen

Die kostenlose Abgabe der PrEP über den öffentlichen Dienst ist neu und noch nicht überall bekannt. Fragen Sie ausdrücklich beim infektiologischen Dienst nach, wenn eine Praxis davon nichts weiß.

Häufige Fragen

Ist die PrEP in Italien kostenlos?

Seit 2023 ja, über den öffentlichen Gesundheitsdienst, mit Verordnung und Begleituntersuchungen durch die infektiologischen Zentren. Davor war sie eine Selbstzahlerleistung. Die Umsetzung erfolgt regional, weshalb sich die Zugangswege unterscheiden können.

Was bedeutet „nicht nachweisbar gleich nicht übertragbar“?

Dass eine Person unter wirksamer Therapie, deren Viruslast dauerhaft unter der Nachweisgrenze liegt, HIV sexuell nicht überträgt. Das ist durch große Studien belegt und international anerkannt. Voraussetzung sind die regelmäßige Einnahme der Medikamente und die Kontrolle der Viruslast. Für Paare, bei denen eine Person HIV-positiv ist, ändert das alles.

Offizielle Quellen und Links

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Seite geprüft im September 2026. Die genannten Rechtstexte können sich ändern: Im Zweifel bei der genannten amtlichen Quelle bestätigen.

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