HPV (Humane Papillomviren) — Deutschland

Impfung als Kassenleistung ab neun Jahren für Mädchen und Jungen, und seit 2020 ein organisiertes Früherkennungsprogramm.

Illustration: HPV (Humane Papillomviren) — Deutschland

Die Rechtsgrundlage

Die Impfung wird für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren empfohlen, mit Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag, und ist Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der Früherkennung gilt seit 2020 ein organisiertes Programm: Frauen ab 35 erhalten alle drei Jahre einen kombinierten Test aus Zytologie und HPV-Nachweis, jüngere Frauen eine jährliche Zytologie.

Die Impfung ist Kassenleistung ab neun Jahren für Mädchen und Jungen und wird bis zum siebzehnten Geburtstag nachgeholt; danach übernehmen viele Kassen sie freiwillig weiter. Seit 2020 gibt es zudem ein organisiertes Früherkennungsprogramm mit persönlicher Einladung: Frauen ab fünfunddreißig erhalten alle drei Jahre eine Kombination aus Abstrich und HPV-Test.

Die wichtigsten Punkte

Impfalter9 bis 14 Jahre, Mädchen und Jungen
NachholimpfungBis zum 18. Geburtstag als Kassenleistung
DosenZwei Dosen bis 14 Jahre, danach drei
Früherkennung 20 bis 34Jährliche zytologische Untersuchung
Früherkennung ab 35Kombinierter Test aus Zytologie und HPV-Nachweis alle drei Jahre
EinladungsverfahrenSchriftliche Einladung im organisierten Programm
KostenImpfung und Früherkennung sind Kassenleistung

In der Praxis

Kosten und Übernahme

Impfung und Früherkennung sind Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Aktuelle Entwicklungen

Das organisierte Früherkennungsprogramm besteht seit 2020 und lädt Frauen ab fünfunddreißig alle drei Jahre zur Kombinationsuntersuchung aus Abstrich und HPV-Test ein; jüngere Frauen erhalten weiterhin jährlich einen Abstrich.

Anlaufstellen

Gut zu wissen

Wer bis zum 15. Geburtstag geimpft wird, braucht nur zwei Dosen. Nach dem 15. Geburtstag sind drei erforderlich – ein guter Grund, nicht zu warten.

Häufige Fragen

Bis zu welchem Alter zahlt die Kasse die HPV-Impfung?

Regulär bis zum siebzehnten Geburtstag; die Impfserie sollte idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt abgeschlossen sein. Viele gesetzliche Kassen übernehmen die Impfung freiwillig auch darüber hinaus — fragen Sie direkt bei Ihrer Kasse nach, die Praxis ist uneinheitlich.

Warum werden auch Jungen geimpft?

Weil HPV nicht nur Gebärmutterhalskrebs verursacht, sondern auch Krebs an Penis, Anus und im Rachenraum sowie Genitalwarzen — und weil eine hohe Impfquote bei beiden Geschlechtern die Zirkulation der Viren insgesamt senkt. Länder, die Jungen einbeziehen, erreichen den Schutz der Gesamtbevölkerung schneller und verlässlicher.

Offizielle Quellen und Links

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