HPV (Humane Papillomviren) — Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft)

Kostenlose Schulimpfung für Mädchen und Jungen, und eine erstattete Früherkennung alle drei Jahre.

Illustration: HPV (Humane Papillomviren) — Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft)

Die Rechtsgrundlage

Die Impfung wird von den Gemeinschaften in der Schule organisiert und ist kostenlos; sie wurde auf Jungen ausgeweitet. Die Früherkennung wird für Frauen zwischen 25 und 64 Jahren im Dreijahresabstand erstattet, mit einem schrittweisen Übergang zum HPV-Test als Primärtest.

Belgien impft kostenlos über die Schule, für Mädchen und Jungen, und erreicht damit vergleichsweise hohe Quoten. Die Früherkennung wird alle drei Jahre erstattet. Die Programme laufen über die Gemeinschaften; in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf Deutsch.

Die wichtigsten Punkte

SchulimpfungKostenlos, Mädchen und Jungen, organisiert durch die Gemeinschaften
Deutschsprachige GemeinschaftEigene Zuständigkeit für das Schulimpfprogramm
NachholimpfungBeim Hausarzt möglich, weitgehend erstattet
FrüherkennungErstattet von 25 bis 64 Jahren, alle drei Jahre
HPV-TestSchrittweise Einführung als Primärtest
Außerhalb des IntervallsEin früher durchgeführter Abstrich wird nicht erstattet

In der Praxis

Kosten und Übernahme

Die Schulimpfung ist kostenlos; die Früherkennung wird im vorgesehenen Intervall erstattet.

Aktuelle Entwicklungen

Die Schulimpfprogramme sind auf Jungen ausgeweitet worden, und die Früherkennung wird zunehmend auf den HPV-Test als primäre Methode umgestellt.

Anlaufstellen

Gut zu wissen

Die Erstattung des Abstrichs ist an das Dreijahresintervall gebunden. Prüfen Sie das Datum der letzten Untersuchung, bevor Sie einen neuen Termin vereinbaren.

Häufige Fragen

Wie läuft die Schulimpfung ab?

Über die schulärztlichen Dienste der Gemeinschaften, mit vorheriger Information und Einwilligung der Eltern. Die Impfung ist kostenlos. Wer sie versäumt, kann sie über die Hausarztpraxis nachholen; die Erstattung hängt dann vom Alter ab.

Warum werden auch Jungen geimpft?

Weil HPV nicht nur Gebärmutterhalskrebs verursacht, sondern auch Krebs an Penis, Anus und im Rachenraum sowie Genitalwarzen — und weil eine hohe Impfquote bei beiden Geschlechtern die Zirkulation der Viren insgesamt senkt. Länder, die Jungen einbeziehen, erreichen den Schutz der Gesamtbevölkerung schneller und verlässlicher.

Offizielle Quellen und Links

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