Für wen
Vorzeitige Ovarialinsuffizienz, frühe Menopause, wiederholt erfolglose IVF mit eigenen Eizellen, altersbedingt schlechte Eizellqualität, mütterlich vererbbare Erkrankung, operativ entfernte oder durch Therapie zerstörte Eierstöcke.
Was die Spenderin durchläuft
Das ist kein harmloser Eingriff, und es so darzustellen wäre unredlich. Die Spenderin durchläuft genau die erste Hälfte eines IVF-Zyklus: zehn bis zwölf Tage tägliche Spritzen, drei bis fünf Kontrollen, dann die Punktion in Narkose.
Die Risiken sind gering, aber real: Überstimulation, Blutung, Infektion, Stieldrehung. Länder mit ernsthafter Regulierung verlangen schriftliche Aufklärung, Bedenkzeit, widerrufliche Einwilligung und Nachsorge. Wo hoch bezahlt wird, sind diese Schutzmechanismen oft dünner.
Für die Empfängerin
Der Weg ist vergleichsweise leicht: Östrogen, dann Progesteron zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, eine Kontrolle, der Transfer. Keine Stimulation, keine Punktion, keine Narkose.
Die Ergebnisse
Rund 40 bis 50 % Schwangerschaften pro Transfer. Entscheidend ist das Alter der Spenderin, nicht das der Empfängerin: Eine 45-Jährige mit Eizellen einer 25-Jährigen hat die Chancen einer 25-Jährigen — behält aber die geburtshilflichen Risiken ihres Alters: Bluthochdruck, Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Kaiserschnitt.
Behandlung im Ausland
Die beste Erfolgsrate des ganzen Fachgebiets, und zugleich der ungleichste Zugang: lange Wartelisten hier, organisierte Märkte dort. Drei Fragen lohnen sich vor der Abreise: Wird die Abstammung nach der Rückkehr anerkannt, welche Obergrenze an Familien pro Spenderin gilt, und was wird das Kind später erfahren können?
